Rize

Heimat des Teeanbaus

Rize ist eine Provinz im Nordosten der Türkei, gelegen am Schwarzen Meer. Das Klima in dieser bergigen Region ist auf einzigartige Weise für den Anbau der Teepflanzen geeignet. Eine Decke aus Schnee bedeckt die Pflanzen in den milden Wintern und hält sie auf natürliche Weise frei von Schädlingen und Keimen. Im Sommer regnet es im Durchschnitt jeden dritten Tag. Diese klimatischen Bedingungen sind einzigartig und kreieren den besonderen Teegenuss.

Rize zählt rund 350.000 Einwohner, etwa ein Drittel davon leben in der Hauptstadt, die ebenfalls Rize heißt. Der Name bedeutet „unter dem Berg.“ Die Stadt liegt am Fuße des Kaçkar-Gebirges, das sich etwa 100 Kilometer an der Küste entlang zieht. Im Westen grenzt die Provinz an Trabzon, im Süden an Erzurum und Bayburt und im Osten an Artvin.

Als „Region des Tees“ ist Rize in der Türkei und darüber hinaus bekannt. Mehr als die Hälfte der Menschen, die hier leben, bestreiten ihren Lebensunterhalt durch Tätigkeiten im Teesektor. Die Provinz hat sich zum größten Teeanbaugebiet der Türkei entwickelt – mit einem jährlichen Anteil von fast 60 Prozent an der Gesamternte des Landes.

Das Çaykur Teemuseum ist eine der Attraktionen der Stadt. Eine andere ist der Fußballverein Çaykur Rizespor, der in der Süper Lig spielt, vergleichbar der 1. Bundesliga in Deutschland. Über der Stadt thront seit dem 14. Jahrhundert die Burg von Rize – und die Natur. Wilde Wiesen, einsame Wanderpfade und die Thermalquellen des Ayder-Plateaus laden zum Staunen und Entspannen ein.