Geschichte

Wie der Tee in die Türkei kam

Ende des 19. Jahrhunderts wurden erste Pflanzversuche in der Region Bursa, rund 90 Kilometer südlich von Istanbul, durchgeführt. Sie scheiterten am ungeeigneten Klima. Ali Riza Erten, Professor und stellvertretender Direktor der Halkali Landwirtschaftsschule, fand schnell eine Alternative: In einem Bericht beschrieb er, dass die östliche Schwarzmeerregion dieselbe Ökologie wie das georgische Batum habe, das für seinen ertragreichen Teeanbau bekannt war.

Dieser Bericht diente als Grundlage für das 1924 von der Türkischen Nationalversammlung verabschiedete erste Teegesetz. Der Agraringenieur Zihni Derin wurde in die Schwarzmeerregion entsandt, um die nächsten Schritte zu organisieren und auszuführen. Zuerst richtete er Forschungsgärten und Pflanzschulen ein. Später importierte er bewährtes Saatgut aus Georgien. Die Tee-Setzlinge vertrieb Derin, der auch als „der Vater des Tees“ bekannt ist, an die lokalen Landwirte. 1947 war es dann soweit: Die erste Teefabrik wurde erfolgreich in Rize in Betrieb genommen.